Anke Engelke – fast perfekt (ARD)

Dr. Hummel schnallt ihr eine Gummimanschette um den Kopf, fixiert zwei Elektroden und fragt behutsam: Sind sie bereit, Frau Engelke?“ Der Neurologe dreht den Regler auf und Strom fließt durch die Schädeldecke direkt ins Gehirn. Nun soll sie Kopfrechnen – so schnell wie möglich. Strom im Kopf – eine von vielen Optimierungsmethoden, an denen zur Zeit geforscht wird. Schöner, schlauer, schneller und vor allem schlanker wollen wir sein. Der Drang, sich zu optimieren, ist so groß wie nie. Doch darf er unser Leben bestimmen? Oder wäre es nicht besser, zufrieden mit dem zu sein, was nicht optimal ist – wir aber nur schwer ändern können?

 

Schöner schlauer schneller…( 2×43 min WDR Menschen Hautnah)

Was aber bedeutet das für die Unperfekten und Fehlbaren? Was bedeutet es  für unsere Gesellschaft, wenn wir uns immer perfekter vermessen – und unsere Daten auch Dritten zugänglich machen? Anke Engelke spricht mit dem Zukunftsforscher Harald Welzer über die Folgen von Selbstoptimierung und Effizienzdenken. Sie trifft Menschen mit Down-Syndrom und deren Eltern, die mit den Auswirkungen von Perfektionsdrang und Leistungskampf leben müssen. Am Ende kommt Anke Engelke zu der Erkenntnis: „Kaum einer, den ich auf meiner Reise traf, war zufrieden mit sich, weder innen noch außen. Und ich dachte irgendwann: Sind wir hier alle auf Fehlersuche konditioniert?! Können wir nicht erkennen, dass wir jenseits all unserer vermeintlichen Fehler absolut ok sind? Da muss sich etwas ändern, sonst drehen wir durch vor lauter Selbstoptimierung!“

Crew
Produktion

„Schöner schlauer schneller“ – Trailer der Good Karma Filmproduktion

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