„Krebs: Das Geschäft mit der Angst“ // SWR/ARTE

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Krebs Handauflegen gegen Krebs Verzweifelte Patienten greifen nach jedem StrohhalmMärz 2017: Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ für Claudia Ruby

Claudia Ruby wurde am 10.03.2017 für den SWR-Fernsehbeitrag „Krebs – Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung“ mit dem Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ ausgezeichnet.

 

„…Die Jury war besonders beeindruckt von der Gründlichkeit des Beitrags: Es gibt kaum eine Frage, die unbeantwortet bleibt; selbst den fadenscheinigsten Argumenten, Pseudostudien und Fallbeispielen wird auf den Zahn gefühlt. Rubys Beitrag zeigt aber auch, warum es so schwer ist, Scharlatane juristisch zur Verantwortung zu ziehen. Und er stellt die wichtige Frage, weshalb sich überhaupt so viele Patienten von der konventionellen Medizin abwenden und was die sogenannte Schulmedizin tun kann, um Vertrauen zurück zu gewinnen. Der Film gibt wissenschaftlich fundierte Antworten und liefert bedrückende Einblicke in das Geschäft der angeblich sanften Medizin.“

 

Krebs: Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung – ein Film von Claudia Ruby

Ausstrahlung: MO 29.5. 20:15h 2017 SWR  ( hier in der ARD mediathek zu sehen )

 

Krebs 3 - das Geschäft
In diesem wichtigen und mutigen Film von Claudia Ruby geht es um das immer größer werdende Angebot an angeblich „sanften“, „natürlichen“ oder „alternativen“ Therapien in der Medizin. Vor allem wenn es um lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs geht, sind Patienten und ihre Angehörigen oftmals bereit, alles zu tun – und alles zu zahlen -, was ihnen ein „Heiler“ verspricht. Welche zum Teil abstrusen und riskanten Therapien Heilpraktiker und Ärzte krebskranken Patienten anbieten, fand Claudia Ruby und ihr Team in einer monatelangen Undercover-Recherche heraus.

 

Crew
Produktion
Mehr Film Infos
  • Buch&Regie: Claudia Ruby // Kamera: Dieter Stürmer, Thomas Kutschker // Ton: Simone Hartmann // Schnitt: Jan Wilm Schmülling // Mitarbeit: Hristio Boytchev, Konstanze von Kotze // Musik: Stefan Döring // Tonmischung: Florian Ebrecht

  • Produktion: Katja Sträter // Herstellungsleitung: Oliver Gontram // Produzenten: Thomas Weidenbach und Sarah Zierul // Redaktion: Martin Schneider

  • Bereits nach der Erstausstrahlung des Films auf Arte konnten wir feststellen, dass das Thema viele Menschen bewegt. In einigen Reaktionen wurde uns vorgeworfen, wir würden in dem Film die Risiken der so genannten „Schulmedizin“ außer Acht lassen. Ein Kritiker legte uns deshalb nahe, den Film „Vorsicht Operation“ anzuschauen, denn dann wüssten wir, welche Zustände in deutschen Krankenhäusern herrschten. Er wusste offensichtlich nicht, dass wir auch „Vorsicht Operation“ produziert haben. Schon oft haben wir uns in unseren Filmen kritisch mit den Zuständen im deutschen Gesundheitswesen, mit Krankenhauskeimen, Ärztefehlern und anderen Medizinthemen beschäftigt. Stets gelten für uns dabei die selben journalistischen Standards wie bei den angeblich „sanften“ Therapien: Wir gehen den Dingen mit der gebotenen wissenschaftsjournalistischen Unvoreingenommenheit auf den Grund. Ganz gleich ob die Therapien von der Pharmaindustrie oder von „Heilern“ angeboten werden: Behauptungen, dieses oder jenes helfe den Patienten, bleiben für uns nichts anderes als pure Behauptungen oder PR, so lange sie nicht in unabhängigen, evidenzbasierten Studien untersucht wurde. Therapien bzw. Medizinprodukte müssen ihren Nutzen bewiesen haben und nicht auf Hörensagen basieren. Kritischer Medizinjournalismus darf die Augen nicht vor denjenigen verschließen, die aus der berechtigten Kritik an unserem Gesundheitswesen eigenes Kapital schlagen wollen, zu Lasten der Patienten.

Krebs - das Geschäft

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